Tipperne
Tipperne ist eines der bekanntesten Naturschutzgebiete Dänemarks. Das Gebiet ist im südlichen Teil vom Ringkøbing Fjord gelegen, wo Tipperne auf einer kleinen Halbinsel in den Fjord hineinragt. In 1768 hat der Staat die Tipperne übernommen und 1898 wurden Bestimmungen gemacht das Vogelleben im Gebiet unter Naturschutz zu stellen. Tipperne ist eine „junge“ Landschaft - nur wenige hundert Jahre alt. Es ist entstanden bei der Ablagerung von Sand und Kleiboden östlich von der Dünenplantage von Holmsland.
Die Kluft, die früher die Verbindung zwischen Ringkøbing Fjord und der Nordsee war, ist in den Jahren 1600 – 1800, Richtung Süden gewandert.
Innerhalb der Kluft wurden die großen Sandflächen Hauervig Grund und Tippesande abgelagert. Auf diesen entstanden Strandwalle und Dünensysteme, wie das jetzige Store-Tipper. Im Schutz hiervon entstand die Marsch, bei Ablagerung von Kleiboden, wo die Pflanzen der Marschweiden sich etablieren konnten.
Seid 1928 sind die Brutvögel auf Tipperne jedes Jahr gezählt worden. Eine so umfassende Aufzählung wie diese gibt es nur ganz selten in Europa. Die Anzahl variiert und für viele Arten erreichten sie ein Minimum um 1970. Die Vegetation war da sehr hoch gewachsen, weil kein Heu geschlagen wurde und keine Abgrasung stattfand. Die meisten Watvögel bevorzugen niedrig gehaltene Weiden, man hat daher 1972 ein Pflegeprogramm angefangen. Die Weiden wurden wieder hergerichtet und in den Jahren von 1970 bis Mitte der Jahre um 1980 ist die Anzahl der Brutvögel kräftig angestiegen. Heute brüten mehr als 1000 Paare von Watvögeln auf den Tipperne. Oft gesehene Brutvögel sind: Säbelschnäbler, große Kupferschnepfe, Kiebitz, Streithahn, Strandläufer und Strandelster. Für den Streithahn und den Strandläufer ist Tipperne eines der wichtigsten Brutstellen in Dänemark.
Tipperne ist zusammen mit dem Niedrigwassergebieten um die Halbinsel, Rastplatz für tausende von Watvögeln, Enten und Gänse. Von April bis September ist der Zug der Wattvögel am Größten. In großer Anzahl kann man die Brutvögel erleben. Im März, April, September und Oktober kommen die Enten zum rasten. Die am meisten gesehenen Vögel sind: Pfeifenenten, Grauenten und Spitzenten. Darüber hinaus kann man die Löffelenten und Grabenten sehen. Im Herbst und im Frühling kann man viele Gänse erleben wie die Graugänse, Ringelgans, Hemgans und die Kurzschnabelgans. Im Winter Halbjahr kann man den großen Muschelschlucker, die Schreiente und den Höckerschwan sehen.
Botanisch gesehen ist die Halbinsel von Tipperne sehr spannend. Die Pflanzen sind zusammen gesetzt aus Strandweide, Süßwasserweide und Heidemoor. Man kann verschiedene seltene und unter Naturschutz gestellten Pflanzen sehen.

